Entscheidungsregeln


Entscheidungsregeln
1. Begriff: Kriterien zur Auswahl der Entscheidung des Entscheidungsträgers zwecks Erreichung seiner Ziele: Vorschriften, die in jeder Entscheidungssituation bei hinreichend gegebenen Bedingungen (i.d.R. Vorliegen einer  Entscheidungsmatrix) eindeutig festlegen, welche  Aktion bei gegebenen Ergebnissen bzw. Nutzenwerten aus der Menge verfügbarer Aktionen auszuwählen ist.
- 2. Einteilung nach dem Sicherheitsgrad der Informationen über die  Umweltzustände: a) E. bei Sicherheit: Die Umweltzustände sind bekannt ( lineare Optimierung); auch als „unechte“ Entscheidung bezeichnet.
- b) E. bei Risiko: Den Umweltzuständen zi können Wahrscheinlichkeitsmaße pi zugeordnet werden ( Bayes-Regel,  Bernoulli-Prinzip).
- c) E. bei Unsicherheit: Wahrscheinlichkeitsmaße pi sind nicht bekannt ( Minimax-Regel,  Maximax-Regel,  Hurwicz-Regel,  Laplace-Regel,  Savage-Niehans-Regel); von geringer praktischer Relevanz im ökonomischen Anwendungsbereich, da sie i.d.R. vorhandene Informationen der Entscheidungsträger über die Eintreffwahrscheinlichkeit der Umweltzustände nicht berücksichtigen, aber von größerer Bedeutung in der  Spieltheorie.
- Vgl. auch  lexikographische Auswahlregel.

Lexikon der Economics. 2013.


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